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Mittwoch, März 22, 2006

Diebstahl, Downloads, Musik - quo vadis?



Keine Gnade mehr für Raubkopierer. Bundesjustizministerin Zypries will jede Art von Schwarzkopien unter Strafe stellen.

Spiegel

Die Preispolitik der Musikindustrie (und natürlich auch der Filmindustrie) und das vermehrte Herunterladen von multimedialen Inhalten aus dem Internet stehen in direktem Bezug zueinander. Das eine bedingt das andere. Steigen die Preise für Alben eines bestimmten Künstlers, werden über kurz oder lang zwangsläufig die Downloads von Alben dieses Künstlers ebenfalls in die Höhe schnellen. Daraus resultiert wiederum, daß die Industrie sich ihr "Problem" hier ganz allein geschaffen hat.

Das Kernproblem der ganzen Geschichte ist also eigentlich gar nicht der Diebstahl, sondern die völlig unlogische Preispolitik der Industrie. Sicher, Diebstahl ist nicht unbedingt gutzuheißen, aber mal ehrlich, welche Möglichkeiten läßt einem die Industrie noch? Entweder das Herunterladen mittels Filesharingcommunities oder den Kauf. Der Kauf scheidet als ernsthaft zu erwägende Option mehr und mehr aus, in genau dem Maße nämlich, wie die Preise steigen.

Neuerdings gibt es ja Portale wie musicload.de, die da m.E. durchaus ernstzunehmende Alternativen bieten.

Die Industrie bräuchte m.E. also gar nicht so sehr darauf pochen, daß das Herunterladen so illegalisiert wird, sondern vielmehr dafür sorgen, daß das legale Herunterladen attraktiv ist, wird und bleibt und natürlich die Preise für CDs wieder in vernünftige Bahnen gelenkt werden. Dann hätte man sich des selbst geschaffenen Problems in meinen Augen binnen kürzester Zeit entledigt.