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Samstag, April 22, 2006

Darf's ein wenig mehr sein?

Im Moment ist wohl grad wieder mal die Phase angesagt, in der ich es zu meinem Lieblingshobby auserkoren habe, mich, nunja, sagen wir mal nicht besonders nett über Christen zu äußern. Aber hey, manche Exemplare dieser Gattung geben mir ja auch wahrlich genug Grund dazu.

Zunächstmal habe ich heute etwas ganz Interessantes erfahren. Mein Vergleich, der Atheismus sei ja selbst ebenfalls wieder eine Art Glaube und in ebenjenem könne man mich ja dann auch wieder behindern, wenn man als anständiger Christ nur will, stieß, wie zu erwarten war, auf Ignoranz, Ablehnung und Unverständnis.

Ist denen der Gedankengang zu abstrakt? Wenn ich glaube, daß es eben nichts gibt, an das man glauben könnte, ist das doch auch wieder nichts anderes als ein Glaube. Ok, is wirklich etwas abstrakt, aber durchaus nicht uninteressant. Denn der Atheismus verbindet wiederum alle Atheisten in einem ihnen allen eigenen Glauben, nämlich daß sie schlicht nicht an Gott oder irgendein höheres "göttliches" Wesen glauben. Ob ich nun an die Existenz oder die Nichtexistenz eines göttlichen Wesens glaube, nimmt sich letztlich erstaunlich wenig, finde ich. Von daher finde ich es nur legitim, wenn ich das selbe Recht in Anspruch nehme, wie es die Christen tun.

Und dann kam natürlich unweigerlich die Frage, wie ernst man mein "Gejammer" über intolerante Christen nehmen könne, wo ich doch meinen Aufruf gegen den Aufruf der @Union denn gar so polemisierend und teils wohl beleidigend verfaßt hätte. Gut, ich mußte unweigerlich ein wenig schmunzeln. Meine Antwort darauf fiel natürlich, erwartungsgemäß, wieder ein ganz klein wenig...."böse" aus:

Genauso ernst, wie man christliches Gejammere über intolerante Atheisten, Moslems, Juden, Buddhisten, Hinduisten, Irgendwasanderesisten, nehmen kann und darf, die sich darüber beschweren, wenn man ihnen mitteilt, daß sie sich ihren Glauben irgendwohin schieben können, wo die Sonne nicht scheint. Wenn nämlich dieser Glaube daran mitschuldig ist, daß in Afrika immer noch jährlich Tausende an AIDS erkranken, weil Kondome ja Teufelswerk sind, dann kann er mir gestohlen bleiben, denn dann ist er weltfremd und schlicht gefährlich. Wenn dieser Glaube im Mittelalter mitschuldig an der Ermordung und Verfolgung unzähliger Andersdenkender (Juden, Moslems, Stichwort Kreuzzüge, Stichwort Pest) ist, dann kann er mir gestohlen bleiben, denn dann ist er schlicht gefährlich. Wenn dieser Glaube mitschuldig an der Ermordung Hunderttausender Männer und Frauen im Mittelalter ist, nur weil sie sich mit Kräutern auskannten etc., man sie dieses Glaubens, dieser Kirche wegen, auf Scheiterhaufen verbrannt, in Flüssen ertränkt, gefoltert und ermordet hat, alles im Namen dieses ach so gütigen und edlen Gottes, dann kann er mir gestohlen bleiben, denn dann ist er nichts weiter als menschenverachtend und gefährlich.

Muß ich noch die Haltung der Kirche während des NS erwähnen, oder darf ich die restlichen Schandtaten (Ablaßhandel, NS-Wegschauer-Haltung, etc.) als bekannt voraussetzen?


Fazit?

Christen sind immer noch scheinheilig, egal, ob sie nun dem evangelischen oder dem vatikanisierten Teil der Sekte angehören.